Ist Nachhilfe ein Stigma für Familien?
„Nachhilfe ist kein Stigma mehr, das hat sich geändert“, betont Andrea Heiliger, Sprecherin des Bundesverbandes Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN e. V.). „Laut Bertelsmann-Studie 2010 erhält jeder 3. – 4. Schüler in Deutschland Nachhilfe. Somit sind sie keine Außenseiter mehr. Die Familien wissen, dass die Bildung ihrer Kinder immer mehr an Bedeutung gewinnt. Deshalb nehmen sie zur Erreichung eines besseren Schulabschlusses die außerschulische Lernförderung in Anspruch.“
Seit den PISA-Ergebnissen im Jahre 2000 steht das gesamte Bildungssystem in Deutschland auf dem Prüfstand. Die dreigliedrige Aufteilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium wird in den Ländern diskutiert und unterschiedlich umgesetzt. Ebenso werden die Themen frühkindliche Bildung, längere Laufzeit in der Grundschule, verkürztes Abitur G8 oder der Aufbau von Ganztagsschulen unterschiedlich angegangen. „Die verschiedenen Schulformen und Bildungsangebote verunsichern Eltern sehr“, sagt Heiliger. „Sie sind orientierungslos und investieren jetzt in die Bildung ihres Kindes, damit es spätere bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.“
Dass 45% der Gymnasiasten, 20% der Realschüler und bereits 13% der Grundschüler Lernförderung in Anspruch nehmen, liegt jedoch nicht nur am heutigen Schulsystem. Ebenso spielen die gesellschaftlichen und arbeitsmarktrelevanten Faktoren eine große Rolle. „Wenn beide Eltern voll berufstätig sind, dann bleibt ihnen einfach weniger Zeit, um den Kindern bei Schulthemen zu helfen“, berichtet Heiliger. „Regelmäßig nach den Hausaufgaben schauen, für Klausuren zu lernen oder Konzentrationsübungen durchzuführen, das kann nicht nur die Kompetenz, sondern auch die Geduld der Eltern überfordern. Da kommt es leicht zum Familienstreit“.
Zur Lösung der familiären und schulischen Probleme buchen Eltern lieber einen Nachhilfelehrer für ihren Sprössling. Er ist zeitlich flexibel und geduldig, kennt aktuelle Lehr- und Lernmethoden und setzt sich individuell für ihr Kind ein. Dafür geben Eltern insgesamt 1,5 Milliarden Euro jährlich aus. In Deutschland ist Nachhilfe somit kein Stigma mehr, sondern zu einem ergänzenden Bestandteil der Schulausbildung geworden. Sie eröffnet Kindern bessere Bildungschancen und Eltern bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Informationen zum Bundesnachhilfeverband VNN mit seinen Mitgliedern gibt es unter www.nachhilfeschulen.org. Dort sind alle 2400 Niederlassungen der bundesweiten Nachhilfeeinrichtungen aufgeführt.
Presse: Erftstadt, 17. April 2012.
Bundesverbandes Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN e. V.)
www.nachhilfeschulen.org






